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Dr. Gisela Führing
Lenbachstr. 2
D - 12157 Berlin

Tel.: +49 (0)30 / 856 00 404
Fax: +49 (0)30 / 856 00 403

eMail: gisela.fuehring@gmx.net
Homepage: http://gisela.fuehring.org


Studienrätin, Gestaltpädagogin, ehemalige Entwicklungshelferin;
Trainerin für Betzavta, Anti Bias, Eine Welt der Vielfalt u.a. entsprechende Ansätze für interkulturelles Lernen, Menschenrechts- und Demokratieerziehung;
Autorin von zahlreichen Veröffentlichungen zur entwicklungspolitischen Bildung, zum interkulturellen und globalen Lernen in Theorie und Praxis





Angebote

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Vorträge, Seminare und Workshops in folgenden Bereichen:
  • Entwicklungspolitische Bildung; globales, ökumenisches und interkulturelles Lernen, Antirassismus, Vielfalt/Diversity
  • Schulpartnerschaften mit Schulen in Übersee
  • soziales Lernen, Gewaltprävention u.ä.
  • Konfliktbearbeitung
  • Finanzierung im entwicklungspolitischen Bildungsbereich

außerdem:
  • Beratung
  • Moderation
  • Supervision
  • Evaluierungen im In- und Ausland
  • Mediation – speziell bei Konflikten im interkulturellen Kontext
  • Begleitung von Schulentwicklungsprozessen 
  • Organisation von Projekttagen, Tagungen und Kongressen
  • Erstellung von Dokumentation und Materialien
  • Studienreisen nach West- oder Ostafrika

Zielgruppen:
  • Schulen aller Schultypen, auch Kita/Hort
  • deutsche und ausländische MultiplikatorInnen
  • Erwachsene (Auszubildende, Mitarbeiter von Behörden und Betrieben, Senioren u.a.)
  • Jugendliche (schulisch und außerschulisch)
  • Kinder


Kooperationspartner

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für Vorträge, Seminare, Tagungen, Produktion von Materialien und andere Publikationen sowie Netzwerksarbeit (Auswahl):


Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK): Materialien

Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein: Seminar zu Schulpartnerschaften

AKE-Bildungswerk Vlotho: Materialien und Vorbereitung für internationale Begegnungen

Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum (ARiC) Berlin: antirassistische Wochen

Arbeitgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der BRD (AEJ): Mathodenseminare

Arbeitsstelle Eine Welt an der TU Berlin

Arbeits- und Studienaufenthalte in Afrika, Lateinamerika und Asien (ASA/InWEnt): Methodenworkshops, Moderation

ASET e.V.: Koordination, Programmabwicklung, Fortbildung von Lehrkräften, ErzieherInnen und MultiplikatorInnen

Baobab, Wien

Berliner Missionswerk

Bildungswerk in Kreuzberg (BWK): Diversity-Seminare für Jugendliche sowie für ihre Ausbilder und Betreuer

BLK Programm „21“ - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: diverse Seminare zu Globalisierung

Brot für die Welt, Stuttgart: AK Päd (seit 1992), 50 Jahre-Wirkungsanalyse Inland 2006-08

Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen in Schleswig-Holstein e.V., Kiel: Fortbildungen zum Globalen Lernen

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusamenarbeit (BMZ): Beraterkreis für entwicklungspolitische Bildung

Comenius Institut: Mitarbeiterin und Autorin

Deutsch-senegalesischer Jugendfachkräfteaustausch

Deutsche Sportjugend: interkulturelles Seminar

Deutsche Telekom AG, Telekom Diversity-Training, Berufsbildung Berlin

Deutsche Welthungerhilfe

Deutscher Entwicklungsdienst (DED): Lehrerin für Kiswahili, Regionalausbilderin der EntwicklungshelferInnen, Gutachterin, Materialien, Fortbildungen u.a.

Evangelischer Entwicklungsdienst, Ausschuss für Bildung und Publizistik (ABP): Vertreterin der Fachstelleninhaber

Eine Welt der Vielfalt: interkulturelle und Diversity-Trainings

Eine Welt in der Schule, Bremen

Eine Welt Netz NRW, Münster

Europäische Akademie NRW, Bonn: Referentenliste des BMZ

Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) Berlin: Fortbildung von MultiplikatorInnen, Bildungsnetzwerk u.a.

Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm (ENSA/ASA/InWEnt): Trainerfortbildungen, Material, Vor- und Nachbereitungsseminare für Schülerbegegnungen

Evangelische Gemeinde Grünheide bei Berlin

Evangelische StudentInnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland

Evangelisches Missionswerk in Deutschland

Fachhochscule für Wirtschaft, Berlin/Career Service: Lehrveranstaltungen zu interkultureller Kompetenz

Freie Universität/ Otto Suhr institut: Lehrveranstaltungen zu Mediation in interkulturellem Kontext

Friedenskreis Halle: interkulturelle Fortbildung von Angestellten und MultiplikatorInnen

Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE): Gutachterin der Bildungsarbeit (2006)

Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ): Gutachterin für Frauenpartizipation und Genderaspekte

Gymnasium Seelow: Vor- und Nachbereitung von internationalen Begegnungen im Rahmen einer Schulpartnershaft mit Senegal

Gymnasium Burg: Seminar mit Psychologie-Leistungskurs über Identität und Vielfalt

INKOTA - Netzwerk 

Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt), Servicestelle Partnerschaftsinitiative

Job Center Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg: kultursensible Gesprächsführung für Mitarbeitende

KATE-Projektstelle Umwelt und Entwicklung: Kooperation zu schulpartnerschaften

Kindernothilfe

Landesfortbildungsinstitut Saarland: Fortbildungen für UNESCO-Projektschulen und ausländische Studierende

Landesinstitut für Schule, Unterricht und Medien Berlin (LISUM)

Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) beim Wirtschaftssenat Berlin

Lehrerfortbildungsstätte Bern/Schweiz

Misereor Aachen

Missio Austria, Wien

Missio-Berlin, Internationales Katholisches Missionswerk

National Coalition Building Institute (NCBI)

Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI): Fairer Handel in der Schule

Oberstufenzentrum Märkisch Oderland Strausberg: Initiierung und Begleitung der Schulpartnerschaft mit einer senegalesischen Schule

Ökohaus Rostock

Ökospeicher Wulkow

Open School 21, Hamburg

PAB-Gesamtschule Werther: Vor- und Nachbereitung von internationalen Begegnungen im Rahmen einer Schulpartnershaft mit Kenya

Pädagogisches Institut der Stadt München: Interkulturelle Fortbildung für ErzieherInnen

Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg (PLIB)

Projektstelle Umwelt und Entwicklung in der Evangelischen Akademie / Kirchliches Forschungsheim, Lutherstadt Wittenberg

Quartiersmanagement Berlin-Tiergarten: Stärkung von Begegnungen im Kiez

Regenbogenfabrik Berlin: Sozialpädagogen in Berlin und Senegal

Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) Frankfurt/Oder: Materialien und Fortbildungen

Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) Potsdam

Studien- und Begleitprogramm für ausländische Studierende (STUBE), berlin und Dresden: Seminar zu entwicklungspolitischen und sozialpsychologischen Themen

Terre des hommes (tdh): Internationales Straßenkinderseminar 2008

Ulrich-von-Hutten-Gesamtschule Frankfurt/Oder: Initiierung der Schulpartnerschaft mit einem senegalesischen Lycée, Materialien

UNESCO-Projektschulen (UPS), Bundeskoordination: Workshops auf Jahrestreffen

Universität Potsdam, Career Service: Lehrveranstaltungen zu interkultureller Kommunikation

Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nicht Regierungsorganisationen (VENRO): AG Bildung

Weitblick, Arbeitstelle für Frieden und Gerechtigkeit, Hamburg

Weltfriedensdienst (WFD): Vorstand, Vorsitzende, Redaktion und AG's

Welthaus Bielefeld

Werkstatt 3 Hamburg: Methodenseminar

 

Mit vielen weiteren Schulen aller Schultypen, Kirchengemeinden, Gruppen und Institutionen in diversen Bundesländern sind Aktivitäten geplant und durchgeführt worden


Lebenslauf

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  • Studium der Mathematik, Geographie, Soziologie und Pädagogik mit dem Abschluss des Ersten Staatsexamens für das Höhere Lehramt
  • 1971 - 73 als Entwicklungshelferin Lehrerin für Mathematik und Geographie in Tanzania/Ostafrika (Mädchenoberschulen in Dar Es Salaam und Korogwe)
  • 1973 - 1976 Mitarbeit in der Vorbereitung des DED im Bereich Regionalvorbereitung Ostafrika und Kiswahili
  • 1973 - 75 Referendarzeit in Berlin
  • 1973 - 85 Studienrätin im Schuldienst an einem Gymnasium und einer Berufsschule in Berlin-Wedding
  • seit 1982 Mitglied im Weltfriedendienst (www.wfd.de): Mitarbeit im Vorstand, im Querbrief-Redaktionsteam, in Projektbeiräten sowie auf Projektreisen in Cap Verden, Guinea-Bissao und Senegal; dort auch Friedensprojekt initiiert
  • 1984 u. 1988 Evaluierungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) von DED und GTZ in Tanzania und Botswana (Schwerpunkt Bildung), bzw. Niger (Schwerpunkt Frauen und Gender)
  • 1985 - 87 Weiterbildung zur Gestaltpädagogin am IGG Berlin
  • 1985 - 92 im Auftrag des Berliner Schulsenats: Aufbau eines Bildungs- und Begegnungsprogramms für Berliner Schulen zu Themen der EZA und Umgang mit Fremd-Sein (mit ehemaligen EntwicklungshelferInnen und ausländischen Mitbürgern) beim Deutschen Entwicklungsdienst in Berlin-Kladow - vgl. heutiges DED-Schulprogramm Berlin (www.ded.de)
  • seit 1987 Lehraufträge an der Technischen Universität und Freien Universität Berlin in den Bereichen Geographiedidaktik, interkulturelle Kompetenz, Konfliktmediation im interkulturellen Kontext und Bildung für nachhaltige Entwicklung/Fairer Handel
  • 1992-2003: Leiterin der Fachstelle für entwicklungsbezogene Pädagogik (FEP) in Berlin in Trägerschaft des Comenius Institut davon zunächst 6 Jahre zuständig für die neuen Bundesländer, dann bundesweit
  • seit 1994: Weiterbildungen in Trainingskonzepten für interkulturelles und soziales Lernen (u.a. TZT, DSW I u. II, Anti Bias, NCBI), Demokratieerziehung (Betzavta), Supervision und Mediation
  • 1996: Promotion in Geographiedidaktik und Pädagogik zum Thema "Begegnung als Irritation" (s. Publikationsliste)
  • 2000 - 2016: Gründungsmitglied und Vorsitzende des Vereins ASET e.V.
  • 2004 - 2006: Aufbau eines Programms für schuldistanzierte SchülerInnen sowie Mitarbeit am Schulentwicklungsprozess an der Leistikow Oberschule in Berlin-Zehlendorf
  • 8/2006 - 1/2009 im Vorruhestand; Trainings, Publikationen und ehrenamtliche Mitarbeit im Verein ASET e.V. in Berlin und Senegal


Publikationen

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(Auswahl)

Baumhögger, G./ Dargel, J./ Führing, G./ Hofmeier, R./ Rißmann, F./ Schieß, M.: Reisehandbuch Ostafrika. Kenya - Tanzania. Otto Lembeck Verlag Frankfurt/M. 1994 (vierte völlig überarbeitete Neuauflage; 1.Auflage: Dt. Afrika-Gesellschaft Bonn 1973)

Fricke, E./ Führing, G./ Kieser, B./ Tamm, F.: Nia-Dia - ein afrikanisches Dorf im Wandel. Entwicklungsprobleme in der Dritten Welt am Beispiel der Elfenbeinküste (für Sek II). Schroedel Verlag, Berlin 1982

Untersuchung über die Mitarbeit des DED im Sekundarschulwesen Tansanias (Teil eines Gutachtens über Tansania und Botswana zusammen mit G. Frommer) DED Berlin 1984

Führing, G./ Treiber, I.: Dritte Welt in die Schule holen. Imagination und Identifikation mit Hilfe von Bildern. In: Praxis Geographie 3 /88, S.30-32

Frauen im PDRT - Aktuelle Frauenbezüge in einem ländlichen Entwicklungsprojekt der GTZ in Niger. Berlin 1990

"Hast Du auch so gelebt?" Begegnung mit Ramiru aus Peru. Gestaltpädagogischer Ansatz im Lernfeld Dritte Welt. In: Burow, O.A./ Kaufmann, H. (Hg.): Gestaltpädagogik in Praxis und Diskussion. HdK Berlin 1991, S. 41 - 44

Begegnung mit dem Fremden. Materialien für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Dt. Entwicklungsdienst/DED, Berlin 1993

Lernen für die Eine Welt. Lernen unter neuen Vorzeichen. In: Pädagogik 9 / 1993, S. 6 - 9

Begegnung mit dem Anderen als Lernprozeß. Gestaltpädagogischer Ansatz im interkulturellen Lernfeld der Schule. In: O.A.Burow u.a.: Gestalttherapie und Gestaltpädagogik heute. Grenzen achten - Grenzen öffnen - sich begegnen (Dokumentation der GFE - Gestalttage Berlin 1993), Baltmannsweiler 1993, S. 51 - 65

Führing, G./ Mané, Albert Martin: Leben in anderen Kulturen. Ein interkulturelles Lesebuch für Brandenburger Lehrkräfte. PLIB Ludwigsfelde 1993

Peter Irungu - Ein Alltagsschicksal aus Nairobi. Einführung in das Thema Migration. In: Praxis Geographie, Heft 2 / 1994, S. 14 - 17

Ziegenfutter - Beispiel für einen kritischen Zugang zum Thema Entwicklungshilfe. In: Eine Welt in der Schule, Nr. 2 / 1994, S. 18 - 24

Führing, G./Mané, A. M.: Antirassistische Hochschularbeit als Kulturdialog. Eine Erfahrung in interkulturellem Team-Teaching. In: dies. (Hg.): Ambivalenzen in der antirassistischen Arbeit an Hochschulen. Oldenburger Vor-Drucke, Heft 231/94, Universität Oldenburg 1994, S. 53 - 67

Führing, G./ Lensing, M. (Hg.): Was heißt hier fremd? Unterrichtsmaterial zum Thema Ausländerfeindlichkeit. Cornelsen Verlag, Berlin 1994

Globales Lernen in den neuen Bundesländern. Einsichten nach zwei Jahren entwicklungsbezogener Bildungsarbeit. In: ZEP Nr. 1/1995, S. 2 - 10

Begegnung als Irritation. Ein erfahrungsgeleiteter Ansatz in der entwicklungsbezogenen Didaktik. Waxmann Verlag, Münster/New York 1996 (Dissertation)

Menschenwürdiges Wohnen in Städten. In: CRP 1/97 S. 29 - 34

Heimat - was ist das? In: RU Nr. 1/97 S. 9 - 15

Führing, G. / Zahn, B.: Übersicht über ausgewählte Positionen, Denk- und Praxisansätze des globalen Lernens. In: Niemann, R. / Scheunflug, A. (Hg.): Globales Lernen. DVV Bonn 1997

Globales Lernen im Schulalltag der neuen Bundesländer. Anregungen für Globales Denken und Lokales Handeln. Reader zur gleichnamigen Fachtagung. Materialien und Berichte des Comenius Instituts Nr. 14. Münster 1997

Lernen in weltweitem Horizont. Schulische Erfahrungen aus Ostdeutschland. (Waxmann-Verlag) Münster 1998

Über den Zusammenhang von Umweltbildung und Entwicklungspädagogik in einer Bildung für Nachhaltigkeit. In: Engelhard, Karl (Hg.): Umwelt und Entwicklung. Münster 1998, S. 83 - 95

Globales Lernen. Arbeitsblätter für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Dt. Entwicklungsdienst (Hg.). Berlin 1998

Führing, G./Mané, Albert Martin (Hg.): Gekreuzte Blicke/Regards Croisés. Erfahrungen einer gelebten Partnerschaft/Expériences d.un Partenariat vécu. RAA . PLIB. Interkulturelle Beiträge 29. Frankfurt/Oder 1999

Entwicklungspolitische Bildung. In: Weißeno, Georg (Gesamt-Hg.): Lexikon der politischen Bildung. Band 2. Schwalbach/ Ts. 1999

Führing, G./Zahn, Barbara: Zur Kultur des Lernens angesichts globaler Herausforderungen. In: epd-Entwicklungspolitik, Materialien IV/99: Kunst wird die Welt mehr verändern als Politik. Texte einer Tagung 1999 in der Evangelischen Akademie Iserlohn, Frankfurt/M. 1999, S. 93 . 98

Der Anti-Bias-Ansatz für den Aufbau eines demokratischen Südafrika. In: ZEP 23. Jg. Heft 2, Juni 2000, S. 31f.

Führing, G./ Burdorf-Schulz, Jutta (Hg.): Globales Lernen und Schulentwicklung. Reader zur Fachtagung im November 1999. Materialien und Berichte des Comenius Instituts Nr. 16. Münster 2000

Führing, G./Burdorf-Schulz, Jutta: Begegnung: Die anderen und wir selbst im Mittelpunkt. In: ACK (Hg.): Lade Deinen Nachbarn ein. Didaktische Arbeitshilfe. Materialheft II, Frankfurt/M. 2000, S. 20 - 30

Lernen voneinander. Möglichkeiten und Grenzen von Schulpartnerschaften. In: 21 . das Leben gestalten lernen, Heft 3, Juni 2001, S. 50 . 52

Zur Nachahmung empfohlen. Mit dem Teamvisit unterwegs in der BRD. In: VENRO (Hg.): Bildung 21 . Lernen für eine gerechte und zukunftsfähige Entwicklung. Dokumentation des bundesweiten Bildungskongresses 2000. Bonn 2001, S. 166 - 170

"Wir sind Eure Mütter, Eure Schwestern, Eure Frauen - und wir haben den Krieg satt!" Interview mit Seynabou Male Cissé aus Ziguinchor/Senegal. In: WFD-Querbrief Nr. 2/2001, S. 7-9

Führing, G./Mané, Albert Martin (Hg.): Globales Lernen im Schulalltag. Beiträge zu einem Wettbewerb. Münster 2001

Schulpartnerschaften . Kooperation mit Schulen in der so genannten "Dritten Welt". In: Döbert, Hans/ Ernst, Christian (Hg.): Schulen mit besonderem Profil. Basiswissen Pädagogik . Aktuelle Schulkonzepte, Band 4. Hohengehren 2001, S. 184 - 190

Lerngemeinschaft im Übergang. Das Ökumenische Domgymnasium in Magdeburg. In: Schreiner, Peter (Hg.): Profile ökumenischer Schulen. Beispiele aus Europa. Waxmann Verlag Münster 2001 (zusammen mit Peter Schreiner), S. 85 - 109

Gewalt überwinden - Reflexionen und Praxisanleitungen. In: CRP 4/01

Führing, Gisela; Mané, Albert: Der Neger Weiss. EZEF-Arbeitshilfe zum Video (Regie: Michael Günther, Deutschland 1994, 89 Min., Spielfilm. f., Video VHS). o.J.(2002) Nr.148 ; S.1-6

Sprengt Globales Lernen die Schulbücher? / Wie kann Globales Lernen zur Schulentwicklung beitragen? / Was haben wir mit der Welt zu tun? Berichte über Podiumsdiskussionen auf der Sonderschau Globales Lernen/Straße der Nachhaltigkeit im Rahmen der Bildungsmesse in Köln, Febr. 2002 (Hg.: Büro für Kultur- und Medienprojekte). Hamburg 2002

Mit Vielfalt leben lernen. Einführungsprogramm für den neuen Jahrgang 2002/03 der 7. Klassen der Otto-Hahn-Oberschule, Berlin-Neukölln. Entwurf für Handreichungen des LISUM für soziales Lernen in neuen Lerngruppen der Sek I, zusammen mit Mechthild Lensing, Norbert Böhnke, Evelin Lubig-Fohsel (Manuskript)

Globales Lernen im Schulprofil. In: ZEP 4/02, S. 37 - 39

Führing, Gisela / Prüfer, Uwe: Treffpunkt Brandenburg – Interkulturelle Begegnungen als Ausgangspunkt von Lernprozessen. Beitrag zur Dokumentation der Fachtagung „Weltoffenheit und Demokratie“, 10 Jahre RAA Brandenburg. Potsdam 2003

Kenyan-German School partnership Cooperation for Sustainable Development. Report of the School Partnership Programme launch in Kenya October/November 2002. Berlin 2003, 81 pages

Greib, Martina: Zur Situation von schulischen und außerschulischen Beratungsstellen des Globalen Lernens : Studie / Autorin: Martina Greib. Im Auftrag des Comenius-Instituts, Fachstelle für Entwicklungsbezogene Pädagogik. - Berlin : Comenius-Institut, Fachstelle für Entwicklungsbezogene Pädagogik, 2003. - 59 S.; Führing, Gisela [Bearb.]

„Berlin in der Welt – die Welt in Berlin“. Dokumentation des Bildungskongresses, Berlin 2003

Das Globale Klassenzimmer. Beiträge zu einem Wettbewerb. Waxmann Verlag Münster - Berlin - New York 2003

Globales Lernen – eine Herausforderung für Bildung und Erziehung von morgen. In: Elsenbast, Volker/ Pithan, Annebelle/ Schreiner, Peter/ Schweitzer, Friedrich (Hg.): Wissen klären – Bildung stärken. 50 Jahre Comenius-Institut. Waxmann Verlag Münster – New York – München – Berlin 2004, S. 311 – 324

Was heißt hier arm? Anregungen zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit des DED. Hg.: Dt. Entwicklungsdienst. Bonn 2005

Stufen interkulturellen Lernens. In: Praxis Gemeindepädagogik 2/05

Nord-Süd-Schulpartnerschaft. Vorbereitung auf eine Begegnung. Hg.: AKE-Bildungswerk. Vlotho 2005

Die Welt in unserer Schule. Globales Lenen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule. Aus der Praxis für die Praxis. Hg.: ASET, Berlin 2008 (CD, 162 S.)




Was will und kann Globales Lernen?

Globales Lernen ist die pädagogische Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung, die besonders in den letzten zwei Jahrzehnten neue Dimensionen weltwirtschaftlicher Zusammenhänge hervorgebracht hat und unser Leben bis in den Alltag hinein tangiert.

Regional verflochten sind die Wertschöpfungsketten z.B. in den Fertigungsprozessen unserer Konsumwaren - von der Planung über die Produktion bis zu Werbung und Vertrieb, bzw. bis zur Entsorgung. Aufgesplittert in eine Vielfalt von Schritten und Akteuren geht die Reise um die ganze Welt. Unsere Handlungen haben Konsequenzen bis in weit entfernte Teile dieser Erde (und umgekehrt), wenn wir beispielsweise über die Konsequenzen des Fleischkonsums für die Abholzung von Regenwäldern (für Viehfarmen) und damit auf das Weltklima, die Auswirkungen von profitablen Altkleidersammlungen für die Textilindustrie in afrikanischen Ländern oder die Zerstörung von lokalen Marktstrukturen durch EU-Dumpingpreise für Überschussware denken.

Sachlich komplex und undurchschaubar, ja z.T. unvorstellbar, sind uns solche globalen Abläufe und Zusammenhänge oder z.B. auch die Tatsache, dass wirtschaftliches Wachstum heute immer weniger menschliche Arbeitskraft braucht und Finanztransaktionen mehr Gewinn abwerfen können als Produktion und Handel.

Zeitlich immer schnellere Veränderungsdynamiken beeinflussen unser Leben. Gerade Gelerntes wird schnell wieder hinfällig oder überholt. Ausbildungsinhalte veralten immer rascher, ständige Fort- und Weiterbildung ist erforderlich. Eine Fülle von Informationen ist verfügbar aus dem und auch bis in den letzten Winkel der Welt. Aber welch neue Herausforderungen an Datenverarbeitung und Orientierung sind damit entstanden!

Sozial immer näher rückt Unbekanntes. Es gibt kaum noch soziale (Intim-) Räume, die von ‚Fremdem‘ unberührt sind. Gewollt oder ungewollt, aber in der Regel wenig darauf vorbereitet, haben sich die Menschen individuell mit Neuem und mit biographischen Brüchen zurecht zu finden. Sie sind nicht mehr eingebettet in eine Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen sozialen Erfahrungen. Die geforderte größere Mobilität der Arbeitskräfte angesichts der um sich greifenden Arbeitslosigkeit impliziert hohe soziale Kosten für das Individuum und sein Umfeld. Die Pluralisierung des gesellschaftlichen Lebens erschwert Gemeinschaftserfahrungen, erhöht das Konfliktpotential und den Kommunikationsaufwand erheblich, ermöglicht aber auch eine Vielfalt der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

Durch solche „Entgrenzung von Handlungsräumen“ und „Verdichtung von sozialen Interdependenzen“ (Seitz) kommt Globalisierung also nicht nur als Schlagwort in unser aller Leben, sondern kann als Chance und als Risiko wahrgenommen werden – von den Individuen, der Zivilgesellschaft, den Nationalstaaten, der Weltwirtschaft und supranationalen Verbänden. Globale Gefährdungen, wie Umwelt- und Bevölkerungsprobleme, die Kluft zwischen Arm und Reich, die Unterdrückung von Frauen, Kindern und indigenen Kulturen und die Entkoppelung ganzer Regionen von den weltweiten Handelsbeziehungen äußern sich in der Ausweitung von Naturkatastrophen, Konflikten, kriegerischen Auseinandersetzungen und Terrorismus sowie in der Verbreitung von Feindbildern und politischen wie religiösen Fundamentalismen.

Das Überleben der Menschheit schlechthin steht auf dem Spiel. Spätestens seit der UN-Konferenz zu „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro 1992 (und der Folgekonferenz in Johannesburg 2002) wird weltweit über die „Agenda 21“, ein weltweites Aktionsprogramm zur Sicherung einer zukunftsfähigen Entwicklung im 21. Jahrhundert und seine Umsetzung debattiert. Es geht darum, die Begriffe Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit in regionalen und internationalen Zusammenhängen mit Leben zu erfüllen.

Bei solcher Umgestaltung der eigenen Gesellschaft und der internationalen Beziehungen kommt der Bildung eine bedeutende Rolle zu. Alternative Denk- und Lernformen müssen entwickelt, Kommunikations-, Entscheidungs- und Gestaltungsräume ausgebaut werden. Schule und Unterricht sind also durch globales Lernen ganz neu herausgefordert, Gemeinschaftserfahrungen zu schaffen, die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und Vernetzung zu nutzen und Selbst-Orientierung einzuüben. Dabei stellen sich als besondere Schwierigkeiten das Umgehen mit Komplexität und mit Ambivalenzen heraus. Es gibt keine eindeutigen Antworten mehr nach dem Schema „Gut“ und „Böse“, „richtig“ und „falsch“; es gibt keine monokausalen Begründungen mehr. Der Perspektivenwechsel, d.h. die Wahrnehmung mit den Augen von anderen und dadurch die Relativierung und Erweiterung des eigenen Horizonts, ist eine notwendige Grundvoraussetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Es geht also nicht in erster Linie um neue und zusätzliche Themen und Bildungsinhalte. Globales Lernen …

  • nimmt die Chancen und Risiken der Globalisierung wahr.
  •  zielt auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft in der „Einen Welt“ im Sinne einer „Globalisierung der Solidarität“.
  • vermittelt Informationen über die Vernetzung von wirtschaftlichen, ökologischen, politischen und sozialen Faktoren auf lokaler und globaler Ebene.
  • stärkt die Entscheidungsfähigkeit und Bereitschaft zur Beteiligung an gesellschaftspolitischen Prozessen.
  •       unterstützt die Identitätssuche junger Menschen und lässt das eigene Leben als Teilhabe am Weltgeschehen sichtbar werden.
  •       ermöglicht Perspektivwechsel, um andere Denkweisen und Lebenswelten erfahrbar zu machen.
  •       fördert die Fähigkeit zu gewaltfreier Auseinandersetzung sowie zum Eintreten für soziale Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt.

Die Kompetenz eines verantwortungsvollen Handelns in der Weltgesellschaft entsteht aus einer räumlich-globalen, sozial-multiperspektivischen und zeitlich-antizipatorischen Dimension des Lernens und Lehrens, die alle Beteiligten in ein neues Beziehungsgefüge bringt. Globales Lernen versteht sich also als ein interaktiver, partizipativer und handlungsorientierter gemeinsam gestalteter Lernprozess.

Aus dem Gesagten wird deutlich, dass Schulpartnerschaften mit Schulen in anderen Teilen dieser Welt ein besonderes Potential für Globales Lernen bergen. Interkulturelle Lernprojekte und Begegnungen fordern dazu heraus, sich über ‚das Eigene‘ klar zu werden und dies ausdrücken zu müssen sowie durch die Sichtweise von anderen einen Blickwechsel vorzunehmen. Gleichzeitig können Gemeinsamkeiten entdeckt werden quer zu den Grenzen von Nation, Geschichte und Kultur. Besonders Nord-Süd-Partnerschaften lassen die Brüche der Weltgesellschaft deutlich werden, da VertreterInnen aus dem ‚reichen Norden‘ mit denen des ‚armen Südens‘ und deren Bildern voneinander konfrontiert werden. Wahrnehmungsverzerrungen, Idealisierungen, eigene Vorurteile und Dominanzdenken können offenbar werden und fördern eine entsprechende Auseinandersetzung mit diesen Themen. Sie führen aber allerdings auch zu Irritationen, die eine behutsame pädagogische Begleitung nötig machen. Das Potential für selbstreflexive Prozesse ist nicht ‚automatisch‘ gegeben, sondern muss erarbeitet werden, um die Chancen des interkulturellen globalen Lernens zu erschließen. Geschieht dies, so können durch solche Partnerschaften Lernprozesse angestoßen werden, die weit über den Moment der Begegnung hinaus bei den Beteiligten und in der Schule Elemente einer solidarischen nachhaltigen Entwicklung lebendig werden lassen.





Bilder

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Schulinterne Lehrerfortbildung




Deutsch-tanzanische Schulpartnerschafts-Konferenz in Zanzibar/Tanzania




Moderation einer Schulpartnerschaft

Kaffeeparcours auf dem Myfest 2006 in Berlin Kreuzberg










Training mit Partnerschaftsgruppen











Globales Lernen in der Schule








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